Euroscheine
Die Architektur der „klassischen Renaissance“ |
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Zwei Säulen mit dorischen Kapitellen umrahmen einen Mauerdurchlass mit klassischem Rundbogen. Die Säulen tragen ein sehr nüchtern gehaltenes dreieckiges Stirnelement Der untere Teil der Vorderfront ist mit einem Relief geschmückt, das wie eine Diamantfacette wirkt. |
Die klassische Architektur geht auf die Kunst des Altertums zurück, die durch neue Elemente der Renaissance bereichert wird. Diese Kunst bedient sich der antiken Regelwerke, deren Grundlage das Zustandekommen einer Harmonie von Formen, Schmuckelementen und Ausmaßen möglich macht, und sie versucht, in ihren Schöpfungen die Symmetrie zu verwirklichen. Diese Architektur weist dem Maß und dem Verhältnis eine herausragende Stellung zu und misst der Ordnung, der Hierarchie und der Macht größte Bedeutung bei. |
| 50 Euro-Schein - Entwurf von Robert Kalina. | |
Die Architektur des Barock |
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Dieser barocke Eingangsbereich öffnet sich auf einen Gewölbegang, der einen perspektivischen Eindruck hervorruft. Auf zwei mit Urnen geschmückten Säulen wird das Gesims unter einem überaus reich verzierten Aufsatz von zwei Atlanten, also Männerstatuen, getragen. |
Das Barock entsteht im 16. Jahrhundert in Italien und verbreitet sich bis zum 18. Jahrhundert in ganz Europa. Die Kunst des Barock ist oft überschwänglich und bildet sozusagen die Antithese zur Kunst der Reformation. Bilder und Skulpturen riesigen Ausmaßes sollen die Größe Gottes ausdrücken. Die barocke Architektur bedient sich überladener Formen und stellt damit den überbordenden Inhalt in Gegensatz zur Leere. Häufig nimmt sie Spielarten der antiken Architektur wieder auf. |
| 100 Euro-Schein - Entwurf von Robert Kalina. | |
Die Architektur „Glas und Stahl“ |
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Eine Fassade mit zwei Bogentüren wird von Glasplatten gebildet, die von einem Metallgerüst gehalten werden. Ebenfalls aus Metall sind die Voluten und andere Schmuckteile geformt hergestellt, die an Pflanzenmotive erinnern, wie sie zur Zeit des Jugendstils verbreitet waren. |
Diese architektonische Konstruktion ist das Produkt der industriellen Revolution des 20. Jahrhunderts. Neue Bauwerkstoffe wie Glas und Stahl tauchen auf und werden in Verbindung mit traditionellen Werkstoffen benutzt. Sie werden nicht mehr ausschließlich wegen ihrer Widerstandsfähigkeit eingesetzt sondern auch ihr ästhetischer Wert findet Ausdruck. Die neuen architektonischen Einsatzmöglichkeiten von Stahl und Glas werden immer zahlreicher; in Eisenbahnbrücken, Bahnhöfen, Fabriken sowie in Hochhäusern jeder Art sieht man sie verwirklicht. |
| 200 Euro-Schein - Entwurf von Robert Kalina. | |
Die Architektur des 20 Jahrhunderts |
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Diese beiden senkrechten Fassaden stellen ihr Gerüst aus Stahlstäben offen zur Schau und setzen sich einzig aus mehr oder weniger großen Scheiben zusammen. |
Zwei europäische Zentren propagieren einen Vernunft-gesteuerten Zugang zur Architektur des 20. Jahrhunderts. Es sind dies das französische Zentrum mit Charles Edouard Jeanneret, genannt Le Corbusier (1887-1965) und die deutsche Schule des Bauhauses, welche von Walter Gropius (1883-1969) gegründet wurde. Die Funktionalität soll sich mit dem Eindruck höchster Formvollkommenheit verbinden. In dieser Sehweise erscheint die Erneuerung in der Architektur als Prämisse sozialer Erneuerung. |
| 500-Euro-Schein - Entwurf von Robert Kalina. | |







