Die Österreich Motive für Euro Münzen
Bertha von SuttnerInmitten des Europäischen Sternenkranzes befindet sich die Abbildung der Bertha von Suttner, geb. Kinsky (1843 - 1914)
Als Schriftstellerin und Journalistin veröffentlicht die österreichische Baronin 1889 das Buch „Die Waffen nieder“. Dieses Werk wird in 15 Sprachen übersetzt. Als überzeugende Friedenskämpferin begründet Bertha von Suttner die österreichische Friedensgesellschaft. Sie beeinflusst den schwedischen Chemiker und Industriellen Alfred Nobel, der gegen Ende seines Lebens den Nobel-Preis stiftet, der literarische, wissenschaftliche und philanthropische Arbeiten auszeichnet. 1905 erhält Bertha von Suttner ihrerseits den Friedens-Nobelpreis.
2 Euro-Münze - Entwurf von Josef Kaiser
Mozart
Das Portrait Mozarts sowie der Namenszug „Mozart“ sind innerhalb der 12 Sterne der Europäischen Union eingearbeitet.
Der österreichische Komponist von Weltrang wird 1756 in Salzburg geboren und stirbt 1791 in Wien. Seine Schwester „Nannerl“ und er selbst zeigen schon früh eine ganz außergewöhnliche Begabung für die Musik, was ihren Vater Leopold mit großen Stolz erfüllt. Mozart besitzt das absolute Gehör, und schon mit fünf Jahren improvisiert er am Klavier; er spielt Geige ohne jemals Unterricht in diesem Instrument erhalten zu haben. Er lernt ganz Europa kennen und läßt sich sowohl von der italienischen „opera buffa“ als auch vom deutschen „Singspiel“ inspirieren. Unermüdlich arbeitet er an vielen Werken, wie zum Beispiel der „Hochzeit des Figaro“, dem „Don Giovanni“, der „Zauberflöte“ und an seinem berühmten Requiem im Jahr seines Todes.
1 Euro-Münze -
Entwurf von Josef Kaiser
Die Wiener Sezession
Das Ausstellungsgebäude der „Wiener Sezession“ ist frontal dargestellt und von der Inschrift 50 Euro-Cent überwölbt. Die Kuppel des Gebäudes ist mit Lorbeerblättern aus vergoldetem Metall überzogen und wird deshalb manchmal „Kohlkopf“ oder „vergoldeter Kohl“ genannt. Sie erhebt sich über der Vorderfront mit der Devise: „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“.
Die Wiener Sezession ist eine Vereinigung von Künstlern des Jugendstils unter Beteiligung von Gustav Klimt, dessen berühmter Bilderzyklus, der „Beethoven Fries“, im Seitentrakt des Gebäudes wieder ausgestellt ist. Der Bau wird 1897/98 von Josef Maria Olbrich, einem der bedeutenden Mitglieder der Künstlervereinigung, errichtet und versinnbildlicht den Jugendstil, der sich als Kunstrichtung über ganz Europa verbreitet hat.
50 Cent-Münze - Entwurf von Josef Kaiser.
Das „Belverdere“
Die eindrucksvolle Pforte des Unteren Belvedere gibt den Blick frei auf das Obere Belvedere. Der reichgeschmückte, schmiedeeiserne Überbau des Tores trägt das Kreuz von Savoyen und verweist so auf seinen Erbauer Prinz Eugen von Savoyen; als Sohn des Grafen von Soisson und der Nichte von Kardinal Mazarin, Olympe Mancini, tritt Prinz Eugen von Savoyen-Carignan (1663 - 1736) in österreichische Dienste gegen die Türken, und erwirbt sich Ruhm und Wohlstand. Zwischen 1714 und 1723 lässt er die Bauten des Belvedere errichten, welche als das schönste Barock-Ensemble Österreichs und Europas gelten. Sie überragen die Stadt Wien und beherbergen heute ein Museum und die berühmte Werksammlung des Künstlers Gustav Klimt.
20 Cent-Münze - Entwurf von Josef Kaiser.
Das Motiv zeigt eine Seitenansicht der Kathedrale von Wien, des St. Stephansdoms. Zu sehen sind ein Ausschnitt des hohen Südturms und einer der achteckigen Seitentürme, der Heidentürme, sowie ein Teil des Daches, auf dem in natura die glasierten Ziegel in einem Fischgrätmuster verlegt wurden. Das Dach trug bis zu seiner Zerstörung 1945 außerdem den doppelköpfigen Adler als Symbol Österreich-Ungarns. Der Süd- oder Stephansturm wird auch „Steffl“ genannt und erreicht eine Höhe von 137 m.
Im späten 12. Jh fällt eine Romanische Basilika einer Feuersbrunst zum Opfer; an ihrer Stelle wird bis Mitte des 15. Jh. die Kathedrale St. Stephan errichtet. Sie gilt als Juwel der deutschen Gotik; Elemente des Barock treten im Inneren des Gebäudes auf.
In St. Stephan befindet sich unter anderem das Grabmal von Prinz Eugen; hier heiraten 1782 W.A. Mozart und Constanze Weber.
10 Cent-Münze - Entwurf von Josef Kaiser
Die Alpenprimel
Das Motiv gibt einen Blütenstand der Alpenprimel mit mehreren weitgeöffneten Blüten auf einem kurzen Stängel wieder. Unterhalb der Prägung „ Fünf Euro Cent“ finden sich hier, wie auf allen österreichischen Münzen, die stilisierte Flagge und die Jahreszahl der Ausgabe.
Die Primel ist ein Symbol des Frühlings. Am weitesten verbreitet ist die Haarige Primel, die wegen ihres besonders langen Blütenkelchs nur von Insekten mit einem langen Rüssel bestäubt werden kann.
Das Motiv der Alpenprimel steht für die Bereitschaft Österreichs, sich aktiv in die Entwicklung sowohl einer nationalen wie der Europäischen Umweltpolitik einzubringen.
5 Cent-Münze - Entwurf von Josef Kaiser.
Das Edelweiß
Diese Alpenpflanze, das Edelweiß, ist sehr naturgetreu wiedergegeben; mehrere kleine Blütenköpfchen sind sternförmig umgeben von den Hochblättern, der die Pflanze ihren Namen verdankt; ein lanzettförmiges Blatt geht vom Stängel aus.
Das Edelweiß ist in alpinen Ländern weit verbreitet und trägt deshalb verschiedene Namen, wie Alpenstern, Gletscherstern, Schnee-Immortelle und ähnliches. In Tirol ist es als „Bauchweh blüml“ bekannt und wird in der Volksmedizin entsprechend eingesetzt.
Das Edelweiß kann als Sinnbild Österreichs gelten und steht auch für verschiedene Vereinigungen.
Wie die Alpenprimel symbolisiert auch das Edelweiß die Bereitschaft Österreichs, sich aktiv in die Entwicklung sowohl einer nationalen wie der Europäischen Umweltpolitik einzubringen.
2 Cent-Münze - Entwurf von Josef Kaiser
Der Enzian
Die Münze zeigt ein Beispiel der kurzstängeligen Enziane, einer Bergblume mit glockenförmigen Blüten. Die Wurzeln mancher Arten dienen zur Herstellung von Arzneien und Likören. Der Enzian tritt in vielen Arten und weit verbreitet auf und trägt deshalb sehr unterschiedliche, auch missverständliche Namen wie Himmelsschlüssel in Tirol oder Vergißmeinnicht in Niederösterreich. Zur großen Freude der Kinder werden die intensiv blauen Blüten des Bayerischen Enzians in manchen Gegenden zum Färben von Ostereiern benutzt.
Wie alle Blumenmotive erinnert auch dieses an die Pflicht zur Achtung der Umwelt und symbolisiert den Beitrag Österreichs zu einer Europäischen Umweltpolitik.
1 Cent-Münze - Entwurf von Josef Kaiser